Zweites Trainingsweekend des Team Unity in Engelberg
25. & 26. November 2000

Einmal mehr stand für das Team Unity ein Trainingsweekend in Engelberg auf dem Trainingsplan. Voller Vorfreude auf die kommenden zwei Tage reiste man in kleinen Gruppen mit Privatautos ins schon etwas verschneite Engelberg.

Um 14.00 Uhr war Treffpunkt, und zu aller Überraschung schaffte es auch jede, pünktlich zu erscheinen. (Verspätungen entstehen bei uns nur wegen langsamen Autofahrern! Versteht sich.)
Nach einer herzlichen Begrüssung unserer Trainerinnen und aufmunternder Worte für das kommende Weekend machte sich die leider noch etwas kleine Gruppe ans umziehen. Mit neuem Trainingsanzug montiert gings vor die Eishalle, wo man sich für das Einturnen bereit stellte. Nein, halt, vorher mussten die Programme noch auf dem Trockenen gestellt werden, um grössere Katastrophen auf dem Eis zu vermeiden! Nachdem dann jede wusste, welches ihre Lücke beim Pass ist, und wem sie bei Wechsel folgen muss, konnte eingeturnt werden. Julias " fätzige" Musik weckte dann auch noch den letzten Siebenschläfer aus seinen Träumen!

Und so konnte das Eistraining motiviert in Angriff genommen werden. Gezwungenermassen "durften" uns auch Cristina und Sybille tatkräftig bei den Programmen unterstützen, und welch ein Vorteil, wenn man als Trainerin selbst mit anfühlen kann, was man eigentlich von seinen Läuferinnen erwartet. Und so machten wir an diesem Nachmittag einen enorm grossen Fortschritt... Was sich natürlich auf das anschliessende Nachtessen nur positiv auswirken konnte. Das feine Essen, das wir in der Eishalle einnehmen konnten, wurde mit Genuss verzehrt.

Neu gestärkt gings dann noch einmal 1 ½ Stunden aufs Eis, und der erste richtige Durchlauf unserer neuen Kür konnte gewagt werden. Wir meisterten ihn mit Bravur!
Nach diesem anstrengenden Tag war dann jede froh, dass sie endlich ins weiche Hotelbett oder in ein Bett der Familie Gross fallen durfte. (Familie Gross hat glücklicherweise eine Ferienwohnung in Engelberg).

Am nächsten Morgen hiess es für alle früh aufstehen, denn um 7 Uhr rief für uns schon wieder das Eis, und zur grossen Ueberraschung aller verschwanden damit auch alle Vorurteile über die Morgentrainings. Denn wir waren wirklich gut !
Beim anschliessenden Morgenessen wurde diskutiert und die eine oder andere alte Geschichte erzählt oder in alten Poesiealben herumgestöbert (Es kamen noch witzige Fotos von den ein oder anderen Eiskunstläuferinnen zum Vorschein).

Neu gestärkt gab es dann ein fast zweistündiges Trockentraining, wo man sehr kreativ neue Köpfe, Arme und spezielle Highlights (die ich natürlich noch nicht nennen möchte) in die Kür einbaute. Es wurde so intensiv trainiert, dass niemand merkte, dass es schon wieder Zeit für das Mittagessen war. Es schmeckte wie immer ausgezeichnet.
Nach dem langen Mittag wollten wir uns dann eigentlich das Eistraining auf Video anschauen doch leider konnte man darauf nicht so viel sehen (weil Sybille's Videokamera ein etwas älteres Modell war). Darum mussten wir dies auf ein nächstes Training verschieben. Aber zum Glück sind wir vom Team Unity alle so flexibel! Deshalb war es für uns kein Problem, noch ein weiteres Trockentraining anzuhängen (und damit meine ich natürlich alle ! ! !)

Die vor dem Mittag neu einstudierten Sachen wurden so viele Male geprobt, dass schlussendlich jede genau wusste wie sie wo, was neu machen musste. Mit der Zeit merkte man dann aber langsam die Strapazen des Weekends und man entschloss sich, einen Kreis am Boden zu bilden und sich gegenseitig den Rücken zu massieren und den neuen Läuferinnen im Team genau zu erzählen, wie ein Wettkampf so abläuft. Sybille begann zu erzählen und wie konnte es anders sein, nach ca. 3 Sätzen konnten wir schon fast nicht mehr vor lachen, weil die besten Sachen an Wettkämpfen bis jetzt nur Sybille Stämpfli passieren konnten (und man erinnerte sich noch sehr genau!). Zwischendurch mussten sich dann auch noch andere zu Wort melden,  wenn etwas vergessen ging.
Bei der Stelle, wo es zum eigentlichen Auftritt auf dem Eis kam, lief es dann aber schon der einen oder anderen kalt den Rücken hinunter.
Schlussendlich konnte sich dann aber jede vorstellen, wie es so zu und her geht beim Team Unity, wenn es um die Wurst geht.

Schon etwas angeschlagen vom Wochenende, durften dann die Programme mental im Kopf durchgemacht werden (sind unsere Trainerinnen nicht grosszügig), was für viele wesentlich angenehmer war, aber auch nicht so einfach, da beide Programme noch sehr neu waren.

Ja, und dann hiess es auch schon bald Abschied nehmen bis zum nächsten Training......auf das sich bestimmt alle sehr freuen!

Simone