Falls sich jemand gefragt hat, wer diese Wahnsinnigen waren, die am Donnerstag morgen um 5 Uhr schon in den Car stiegen, beantworten wir diese Frage jetzt: Die Gipsies und das Team Unity waren schon so früh unterwegs. Und ab gings nach Zagreb- durch den Gotthard, über Italien und Slowenien mit unserem doppelstöckigen Hesscar. Nach vielen Pipipausen, Teenie- Filmen und Zollüberquerungen kamen wir 14 Stunden später ziemlich gerädert in Zagreb an. Unsere vier Captains mussten gleich zur Auslosung sprinten und zogen Superstartnummern. Die anderen begaben sich direkt nach Zimmerbezug zum Nachtessen. Cool, es gab ein Riesen- Buffet und Salzteigsouvenirs!

Am nächsten Morgen starteten wir den Wettkampf mit einem leichten Walking. Die Warm- Up- Areas waren extrem knapp bemessen und entsprechend häufig hagelte es unfreiwillige Ohrfeigen beim Trockentraining. Auf psychologischer Ebene begann der Wettkampf schon jetzt, denn jedes Team versuchte die Musik der anderen mit dem Kasettenrekorder zu übertönen. Die leicht gestressten Organisatoren lotsten uns jeweils von Tür zu Tür, wobei sie ein Schild von unserem Team hoch hielten: Wie eine Wagenladung Touristen auf Sightseeing- Tour. Durch die Enge und Hitze in der Garderobe („only half“) fühlten wir uns wie in der Sauna. Im offiziellen Training legten wir ein paar spektakuläre Stürze hin. Sibylle musste wieder einmal übertreiben. Nach dem anstrengenden Training freuten wir uns auf einen feinen Zmittag. Wieder Buffet: Hä, gabs das nicht schon gestern? Das erste Highlight des Nachmittags war der gelungene Auftritt der Gipsies. Wir fieberten mit ihnen mit und schrien uns die Lunge aus dem Leib, um sie anzufeuern (aber darin ist Alex unübertreffbar). Unser TP- Auftritt war der beste dieser Saison! Mit knurrenden Bäuchen begaben wir uns zum Hotel Panorama: Schon wieder Buffet! Häufigste Frage: Wo ist das Salz?

Der nächste Tag begann mit blauem Himmel und Sonnenschein und so konnten wir mal die Aussicht vom 17. Stock aus geniessen. Wir weigerten uns noch einmal, wie Sardinen in die Blechbüchse sperren zu lassen, und hielten unser Trockentraining an der frischen Luft ab. Unser offizielles Training überzeugte durch Power und Angriffslust. Zurück im Hotel gabs immer noch Buffet: Wie wärs mal mit etwas anderem? Wir legten erstmals eine sturzfreie Kür hin und zogen eine Riesenshow ab, wovon man sich auf den Fotos selbst überzeugen kann. Leider reichte es nicht, um das vor uns liegende Team zu überholen. Dafür freuten wir uns umso mehr über den Gruppensprung der Gipsies, und natürlich auch auf die Teamparty danach.

Am frühen Morgen machten wir uns dann zurück auf den Weg nach Hause. Allerdings gab es da noch ein Problem mit dem slowenischen Zoll: Ein Polizeiauto begleitete uns zur slowenischen Grenze zurück, die wir aus Versehen überfahren hatten. Nachdem auch noch Aida den Pass im Gepäckraum gefunden hatte, konnten wir ohne weitere Verzögerungen nach Hause fahren.

An dieser Stelle ein riesiges Kompliment an unsere Grippe-Patientinnen, die alle bis zum Schluss auf die Zähne bissen und ihre Leistung hervorragend brachten.

Und zum Schluss noch dies: Auch unser zweiter internationaler Auftritt war ein tolles Erlebnis und hat uns um viele Erfahrungen reicher gemacht...

Gruss und Kuss                       

                                                                                                Sibylle und Olivia